Die Geschichte einer Suche – Autobiografie
Von der ersten bis zur letzten Seite eine packende Lektüre. Erstmals durchgehend illustriert mit rund 150 Abbildungen, darunter bisher unveröffentlichtes Fotomaterial aus dem Privatarchiv der Familie Bennett.
Die fesselnde Lebensgeschichte des kompromisslosen Sinnsuchers, inspirierenden Denkers und kreativen Wissenschaftlers John G. Bennett zeichnet ein einzigartiges Historienbild der spirituellen Strömungen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Nach einem prägenden Nahtoderlebnis im Ersten Weltkrieg lernt »JGB« bereits als junger Leiter des britischen Geheimdienstes in Istanbul, am Brennpunkt zwischen Ost und West, den Sufismus kennen und seine späteren Lehrer P.D. und Madame Ouspensky sowie den rätselhaft genialen G.I. Gurdjieff. Auch während seiner weiteren beruflichen Karriere – als Rechtsvertreter der osmanischen Sultanserben, als Mathematiker an der einheitlichen Feldtheorie, als Forscher in der Kohleindustrie und als innovativer Bildungsreformer – sucht Bennett unerschrocken weiter und fragt intelligent und respektvoll, mit universaler Bildung und gesundem Menschenverstand nach der gemeinsamen innersten Wahrheit aller Religionen. Seine jahrzehntelange Lehrtätigkeit und seine bahnbrechenden Schriften beeinflussen Tausende sinnsuchender Menschen und machen östliche Meister wie Pak Subuh, Shivapuri Baba, Idries Shah und Hasan Shushud im Westen bekannt. Schließlich findet Bennett, am Ende seines hier mit beeindruckender Ehrlichkeit bilanzierten Lebens, den Weg zur absoluten Befreiung.
Leseproben aus dem Buch…
» Wir können den Bedürfnissen der Welt nicht den Rücken kehren, vor allem dann nicht, wenn wir überzeugt sind, dass sie in einem größeren Rahmen als allein auf diesem Planeten eine Rolle spielen. »Bewusste Arbeit und absichtliches Leiden« sind jetzt verlangt – vor allem von denen, die fähig sind, die Saat der neuen Zeit zu säen. Mehr als je zuvor braucht die Welt Menschen, die innere Freiheit erlangt haben und bedingungslos lieben können. «
» Wenn man sich ernsthaft der Führung des Gewissens anvertrauen will, muss man bereit sein, ihm zu folgen, wohin es auch führen mag. Es gibt keine Befehle, sondern ist eine leise, kleine Stimme, die man leicht zum Schweigen bringen kann. Es drängt nicht und schreit nicht, doch wenn wir ihm vertrauen, so vertraut es uns auch und zeigt sich immer offener, wird uns immer mehr bewusst. «
» Eine von Gurdjieffs subtilen Einsichten in die menschliche Natur bestand in seiner Lehre vom »Grundzug«. Jeder von uns hat einen zentralen Charakterzug, der seine sämtlichen Reaktionen färbt. Das ist unser blinder Fleck, den wir zwar in seinen Äußerungen erkennen mögen, aber wir sehen seinen Ursprung nicht. Solange er unbewusst und mechanisch in uns wirkt, ist er unsere schlimmste Schwäche, doch wenn wir von ihm Abstand gewinnen können und ihn in Aktion kritisch beobachten, wird er unsere wichtigste Stärke. «
» Ich war im Zug – etwa eine Stunde hinter Calais – gerade mit dem Essen fertig und trank meinen Kaffee. Als ich die Tasse absetzte, wurde ich plötzlich auf meinen Atem aufmerksam, und in dem Augenblick, wo der Strom des Atems sich vom Einatmen zum Ausatmen umkehrt, wurde ich der Ewigkeit inne. Zum ersten Mal in meinem Leben erlebte ich einen zeitlosen Moment – ganz anders als jene Zustände zwischen Schlafen und Wachen, wo man lebhafte Träume haben kann, die Stunden zu dauern scheinen und doch nur Sekunden dauern. Das hier war absolut nicht traumhaft: keine Visionen, keine Bilder, nichts rührte sich, nicht einmal ein Gedanke. Es war ein Augenblick reinen Erkennens, eine leuchtende Gewissheit. Im Mittelpunkt stand die Wahrheit, dass der Wille unvergänglich ist. Der Körper vergeht, und alle Funktionen, die von ihm abhängen, werden zu Träumen und verfliegen endlich. Sogar mein Selbst, meine ganze Existenz und da »Ich«-Gefühl, das sie begleitet, waren zeitlich. Mein Wille jedoch stand außer halb von Zeit und Raum, und nichts konnte ihn zerstören. «
»Solche [Übungen und] Praktiken haben jedoch auch eine Kehrseite, die man nicht übersehen darf. Sie degenerieren leicht zu etwas, das Gurdjieff »arbeiten, um die Arbeit zu umgehen« nannte; man unterzieht sich relativ leichten Anstrengungen und verheimlicht damit vor sich selbst, dass man sich vor dem eigentlichen Opfer drückt. Das ist im religiösen Leben und bei der Suche nach spirituellen Werten eine schlimme Fallgrube. Schlimmstenfalls führt es zu einem Pharisäertum, das sagt: »Gottlob bin ich nicht wie andere Menschen«, und bestenfalls ist es immer noch ein gefährlicher Selbstbetrug. Ich habe vielversprechende spirituelle Bewegungen abtreiben und schließlich stagnieren sehen, weil sie in regelmäßig geübten Praktiken wie Gebet, Meditation, Fasten und Selbstkritik oder in ihrer Wohltätigkeit erstarrten. All das kann leicht zu einer Nebelwand werden, die das eigentliche Ziel den Blicken entzieht: den tiefsitzenden Egoismus und die Eigenliebe, denen man mit keiner Anstrengung beikommt.«
» Die Idee, an mir selbst zu arbeiten, um eine höhere Seinsebene zu erreichen, war in den Jahren seither der rote Faden gewesen, der all die verschiedenartigen Ereignisse verband. Ich hatte nie daran gezweifelt, dass es möglich war, höhere Seinsebenen zu erreichen und dass Gurdjieffs System, wie es von Ouspensky gelehrt wurde, der Schlüssel war. Es war jetzt keine Theorie mehr, die nur meinen Verstand fesselte, sondern eine Überzeugung, die auf meiner eigenen Erfahrung beruhte. Wenn ich mich allerdings fragte, ob ich tatsächlich in Richtung auf mein Ziel des höheren Seins vorangekommen war, konnte ich dafür keine Bestätigung finden. Sicherlich hatte ich mich in mancher Hinsicht geändert, aber gab es da irgendetwas, das man nicht einfach dem natürlichen Reifungsprozess eines Mannes zuschreiben konnte, der ein ereignisreiches Leben geführt hatte? «
» Während dieser Zeit im Kloster vermittelte mir das Latihan mehrere Erleuchtungserlebnisse. Einmal hörte ich eine Stimme in mir sagen: »Unterwerfung unter den Willen Gottes ist die Grundlage aller Religion.« Dann wurde mir die Gegenwart Jesu bewusst, und ich sah, dass er die Manifestation der Liebe Gottes ist. Der Gedanke stieg in mir auf: »Dann ist das Christentum die eine wahre Religion.« Im gleichen Moment sprachen sich in mir jedoch die Eröffnungsworte des Koran: »Al hamd ul Illah rabb-il alamin ar-Rahman ar-Rahim – Preis sei Gott, dem Herrn beider Welten, dem Allergnädigsten, dem Allbarmherzigen.« Dann sagte die gleiche Stimme: »Es ist mein Wille, dass meine Kirche und der Islam vereinigt werden sollen.« Ich fragte verwundert: »Wer kann das erreichen?« Und die Antwort kam: »Maria.« «
» Über siebzig Jahre ist es her, dass ich Fragen zu stellen begann und Antworten bekam, die sich mir einprägten. Ich fragte meine Mutter: »Warum können wir Gott nicht sehen?«, worauf sie erwiderte: »Ich nehme an, weil Er es nicht möchte.« Das genügte mir damals nicht, aber es genügt mir heute. Ich verstehe jetzt viel besser, weshalb manche Geheimnisse bestehen bleiben müssen und weshalb andere gelüftet werden können. Ich bin fest überzeugt, dass in der Welt eine Vorsehung am Werk ist, doch sie kann uns nur helfen, wenn wir einwilligen. «
Ein Buch über die Freiheit und darüber, wie wir diese erlangen können, indem wir in der bewussten Arbeit an uns selbst unsere Konditionierungen zu sprengen versuchen. Ein Leitfaden für den eigenen Weg zu unserer Ganzheit in der Wirklichkeit jenseits der Welt von Täuschung und Reaktion. Nach Bennett ist »die Ganzheit des Menschen gleich der Einzigartigkeit seines Willens, der Einheitlichkeit seines Seins und der Harmonie seiner Funktionen.« Die Einheit von Wille, Sein und Funktion stellt eine Möglichkeit dar, die jeder Mensch erreichen kann, wenn er die grundlegenden Gesetze der Welterschaffung und -erhaltung, und damit die Rolle des Menschen in der Schöpfung, verstehen und praktisch anzuwenden lernt.
Dieses einzigartige Buch über die inneren Welten des Menschen nach den Lehren G.I. Gurdjieffs und der Sufis ist eine Anleitung zu dieser praktischen Weisheit.
»Die Freiheit ist keine Eigenschaft des Menschen, er muss sie zuerst in sich entstehen lassen. Das ist das Ziel der Arbeit an sich selbst.«
Die Suche nach der Wirklichkeit
Vom Übersetzer vollständig überarbeitete Neuauflage des seit Jahren vergriffenen Übungsbuchs, das einen praxisnahen Zugang zur Psychologie auf Basis sufischer und Gurdjieffscher Ansätze vermittelt.Für John G. Bennett, den großen englischen Wissenschaftler und Lehrer, ist spirituelle Psychologie eine Psychologie der Tat. Dieses Buch steckt einen Handlungsrahmen ab, der uns hilft, diese Psychologie in unserem Alltag selbst anzuwenden. »Wir Menschen werden gebraucht, um das Gleichgewicht der Energien im Sonnensystem aufrechtzuerhalten und seine geistige Evolution zufördern. Wir existieren, um der Natur zu dienen, und nicht nur, um sie zu gebrauchen. Wenn wir den Zweck unserer Existenz bewusst erfüllen,werden wir zu ›wirklichen‹ Wesen; tun wir es nicht, so bleiben wir›Gespenster‹, die in einer Traumwelt leben. Haben wir dies einmal verstanden, so muss es unser Ziel sein, uns zu dem Leben zu befähigen, das die große Natur für uns vorgesehen hat.«
Hasard – Das Wagnis der Verwirklichung
Dies ist ein Buch über das Wagnis der Verwirklichung. Es sagt Ihnen nicht, wie Sie die enthaltenen Ideen in Ihr Leben integrieren sollen, sondern ermutigt Sie zu erkennen, dass erst die Möglichkeit des Versagens die Dinge wirklich macht. Ob Sie nun ein Spiel spielen oder versuchen, Ihre Lebens- oder Seinsqualität zu verbessern, das vorhandene Risiko ist das Opfer, das Sie geben müssen, um »im Spiel zu bleiben«. Nur unter Bedingungen, die Hasard enthalten, können Sie intelligenter werden. Alle Dinge, die wir als wertvoll ansehen, wie Freundschaft, Schönheit und Liebe, sind ohne Hasard unmöglich. Das ist so, weil das Universum so geartet ist. Das ist keine bloße menschliche Abweichung, und es gibt keinen perfekten Zustand, der von diesem Zusammenspiel von Unsicherheit und Wille frei wäre. Und Gott trägt dabei das größte Risiko.
»Wenn der Mensch kein Bauer in der Hand eines übermächtigen und allgegenwärtigen Schachspielers ist, dann ist er vielleicht etwas Bedeutenderes: ein Wesen, auf dem wirkliche Verantwortung liegt – seine eigene Rolle in einer universalen Aufgabe zu übernehmen.«
Vom Übersetzer vollständig überarbeitete Neuauflage mit stark erweitertem Textmaterial!
Das Herz der Sufi-Lehre
Mit seiner universalen Vision fühlte sich John G. Bennett bei allen spirituellen Lehren und Menschen zu Hause und begrenzte sich nie auf einen einzigen Ausdruck der Vielfalt der Wege. Dieser Standpunkt der Liebe und des Mitgefühls für alle Dinge und Lebewesen ist der Standpunkt des wahren Wissens, denn in dieser Vision ist die ganzeSchöpfung in einer einzigartigen Wirklichkeit enthalten. Diese Schau der Wirklichkeit ist beispielhaft für jeden, der eine vereinte Welt sucht, die sich ihres Geschickes bewusst ist und auf geistigen Werten und nicht auf persönlichen Begierden gegründet ist. Die Vorträge dieses Buches zeigen die höchste universale Weisheit der Lehre der Sufis ohne dogmatische Beschränkung. Sie vermitteln das Herz der spirituellen Wirklichkeit, die von allen großen Weisen der Welt gelehrt wird.
Zu unterschiedlichen Zeiten gab es an verschiedenen Orten eine verborgene Gruppe von Menschen mit hoher Intelligenz und Weisheit, die dem Schicksal der Menschheit in großen Krisen eine neue Wende gaben. Ihre Aktionen werden in diesem Buch auf faszinierende Art und Weise beschrieben und durch historische Tatsachen belegt. Ihre Lehren und Methoden werden anhand der »Meister der Weisheit«, die zur Zeit Dschingis Khans in Turkestan arbeiteten, für jeden Sucher einsichtsreich und informativ vermittelt. Ihre Wirkungen sind heute wieder in der Renaissance der spirituellen Wege der Welt zu spüren. Das einzige Buch, das die Lebensgeschichten und Lehrmethoden der großen Sufi-Meister »des Augenblicks« wie Bahaud-din Naqsband, Abdulhalik Gudschduwani, Hadschi Bektasch, Ubaidullah Ahrar, Ala ad-din Attar u.a. erzählt.